
Lieber Herr Präsident,
ich begrüsse Sie ganz herzlich aus Oghuz (ca. 400 km weit von Tbilisi), wo ich für einen Tag Besuch bin und die hervorragende Gelegenheit finde, Ihnen zu schreiben. Ich soll gestehen, dass ich genug aufgeregt bin und weiss ich nicht, womit ich erst anfangen soll. Also, es geht um Ihr einzigartiges Interview mit Sobçak & Sokolova, was mich sowohl politisch inspriert, als auch einige „heikle“ Fragen in meinem Kopf gebildet hat.
Wie meine andere Mitbürger und Mitmenschen aus der Welt, ist es für mich auch unmöglich von Ihrer starken politischen Wille unbegeistert zu sein. Was Sie in Georgien geschafft haben, kann, soll und darf ich ohne Vorausetzung für manche Kollegen von Ihnen als Leitbild halten. Sie machen es so, dass man die georgische Bürger beneidet. Aber ich zweifle, ob die Georgier eigentlich diese Kompetenz genug einschätzen können. Wie sie gesagt und auf Atatürk hingewiesen haben (Sie sind der einzige Nicht-Turke, die ich gerne sehe, dass Sie Ihn als Vorbild halten), denke ich auch, in 30 Jahren werden Ihre neue Georgier die effiziente Arbeit, wessen Plan in den übernächtigten Nächten ausgedacht wurde, hoch einschätzen, woran sie würdig ist.
Lieber Herr Präsident,
Sie behaupten und darauf pochen, dass Abchasien und Südossetien von Eroberung befreit sein wird. Was mich enttäuscht, ist nicht dies gerechtes Ziel, sondern Ihr Vertrauen und die Hoffnung an EU, USA, Europarat. Wieso kann ein Politiker wie Sie damit das Fell über die Ohren ziehen? Vergessen Sie, dass Aserbaidschan seit ewig nicht nur das Wort - Eroberung von den EU - Aussenminister (wie sie hinweisen) mündlich hören, sondern auch über zahlreiche Resolutionen von den internationalen Organisationen verfügen? Und was passiert? Nichts! Die Armen können mit Armenien nicht zurecht kommen, denken Sie, dass man mit Rußland zurechtkommen wird? Oder ob Sie das wollen? Bitte versuchen Sie langsam Ihre Hoffnung begraben, falls Sie von der Befreiung von Abchasien und Südosetien durch EU, USA, Europarat träumen. Die sind dort, wo sie waren, als Rußland Georgien okkupiert hatte.
Lieber Herr Präsident,
ich denke, sie können für Ihre aserbaidschanische Freunde kein guter Freund sein. Sie empfehlen Ihnen, sehr gute Orte, wo Sie sich gut erholen und für Reformen „Energie sparen“ können. Aber im Gegenteil empfehlen Sie ihnen nicht, wie sie ihre „Energie“ nach der Erholung wie Sie effektiv ausnutzen könen, und wie ihr Freund kreativ, wagemutig und unbestechlich sein können. Denken Sie, dass wir außer Erdöl nicht Weiteres brauchen? Deswegen?
Lieber Herr Präsident,
ich würde Ihnan was vorschlagen; Bitte beantragen Sie für aserbaidschanische Bürgerschaft, nach 3 Jahren. Die aserische Sprache kann ich Ihnen Tag und Nacht lehren oder die beste Sprachlehrer für sie bereitstellen. Hauptsache wird aber darin bestehen, dass wir in Aserbaidschan den Politiker haben dürfen/werden, die die blöde Streotypen in der Politik „abgeknickt“ hat, nicht nur Bodenschätze sondern auch die Frosche als Vermögen gehalten hat, und Mustafa Kamal Atatürk sich als Vorbild gehalten hat. Davon träume ich schon....
Herzlich,
Nurlana






